Mitteilungen in MiniaturenLyrik- Barbara Zeizingers zweiter Gedichtband: Buchvorstellung an diesem Sonntag (27.) in der Jugenheimer Buchhandlung Zabel Alsbach/Jugenheim. Der Anlass kann eine Beobachtung sein, ein Gedanke, eine Begegnung. Aber was von außen kommt, wendet Barbara Zeizinger in ihren Gedichten nach innen, um es in der Verwandlung ihrer Sprache wiederum strahlen zu lassen, wahrnehmbar für andere: So arbeitet die in Alsbach lebende Autorin, Lehrerin am Schuldorf Bergstraße in Seeheim-Jugenheim, die unter dem Titel "Als ich im Meer spazieren ging" nun ihren zweiten Gedichtband vorgelegt hat. Wie schon beim ersten ("Zeichen in die Nacht") hat ihr Kollege, der Darmstädter Künstler und Kunsterzieher Ulrich Muders, die Illustrationen beigesteuert. Manchmal erstrecken sie sich über ausklappbare Doppelseiten, was das Gewicht der Grafik in diesem Zusammenspiel auch optisch stärkt. Die Themen dieser Gedichte sind vielfältig wie das Leben. Sie sind so sparsam formuliert, wie es guter Lyrik eigen ist: Am stärksten sind sie da, wo sie einen Raum öffnen für Assoziationen des Lesers. Selbstgenügsame Sprachspiele sind das nicht, sondern in aller Verdichtung mitteilsame Miniaturen. Mal schlagen sie einen etwas vordergründig satirischen Tonfall an wie in der Faust-Parodie, in der Mephisto zum PR-Manager wird, mal wirkt ein Bild etwas banal, wenn der späte Himmel Rouge auflegt und sich in Purpur kleidet. Aber immer sind die Gedichte rhythmisch stark, und sie besitzen auch dort, wo sie einen melancholischen Ton anschlagen, eine sympathische Leichtigkeit in der Haltung dem Leben gegenüber. job Darmstädter Echo 26.2.2005 |
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